Wer in Deutschland die Prüfung für die PKW-Fahrerlaubnis ablegen will kommt unweigerlich an dem oft so gehassten Einparken nicht vorbei. Drei Züge hat man, danach ist es vorbei. Doch wie sieht es in der Praxis aus?

Ich hasse „Vorwärtseinparker“. Aus mehreren Gründen. Der erste Grund ist eine deutliche Behinderung des nachfolgenden Verkehrs. Durch das Vorwärtseinparken sind häufig mehrere „Rücksetzer“ erforderlich. Also mehrere Züge zur korrekten Parkposition. Außerdem ist durch das Vorwärtseinparken meist mehr Verschleiß an den Rädern (nachweislich) festzustellen, weil die Lenkung häufiger ohne Bewegung des Fahrzeuges betätigt wird. Für die Produktion von Autoreifen wird Kautschuk und dadurch Erdöl benutzt. Problematisch. Außerdem stellt diese Art des Einparkens eine nicht unerhebliche Gefährdung für Fußgänger, Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer dar, denn es gibt immer einen toten Winkel. Einen gewissen Raum, den man als Fahrzeuglenker nicht in den Augen hat, der schlicht und einfach durch ein anderes Fahrzeug oder sonstiges Hindernis verdeckt ist.
Und dabei ist einparken im Rückwärtsgang eigentlich so einfach. Ja kinderleicht.

Der einfache „Trick“ lautet: die Hinterachse des eigenen Fahrzeugs muss parallel zur Rückseite (hinterstem Punkt) des vorderen Fahrzeugs oder Hindernis sein. Wenn dies der Fall ist stark – so stark wie möglich – einschlagen und dies bitte während sich das Fahrzeug bewegt. Dadurch wird der Reifenabrieb minimiert. Ist die Hinterachse etwa in der Längsachse des vorderen Fahrzeugs sollte die Räder wieder parallel eingelenkt sei , um anschließend entgegensetzt einschlagen zu können. In einem Zug rückwärts einparken ist also keine Hexerei. Zumindest für jeden Fahrzeuglenker, der Verstand hat. Für Italiener ist dies allerdings nicht so einfach.