Ich durfte gerade einen wundervollen Vortrag mit extrem viel wahren Inhalt lauschen. Wo ist der Unterschied zwischen Arzt und Mediziner? Ein Kommentar.

Tatsächlich ist es so: es gibt einen Unterschied, einen himmelweiten, zwischen Arzt und Mediziner. Mediziner sind tatsächlich die Menschen, die Medizin studiert haben, in jeder Klinik anzufinden sind und die es so wörtlich „wie Sand am Meer“ gibt. „Sie halten sich an Studien, sprechen von der Galle in 107 und dem Blinddarm auf 109“. Und es ist die Realität. Ich habe genau dies während meiner Ausbildung selbst im Krankenhauspraktikum erlebt. Und ja, sie beziehen Patienten nicht in die Therapie ein. Wie richtig gesagt wird, es gibt Studien, Leitlinien, … und danach heißt es Vogel friss oder stirb.
Ärzte hingegen sind die Menschen, welche den Menschen als Ganzes betrachten und nicht nur als aus Organen zusammengesetzte Gestalten. Sie beziehen den Menschen mit in die Therapie ein und hören auf deren Gefühle. Und ja: niemand weiß, was besser hilft, als man selbst. Ärzte sehen den Menschen als Summe von Körper, Geist und Seele. Es ist extrem schwer einen solchen Arzt zu finden, doch es gibt sie.
Und ich aus meiner eigenen Erfahrung darf sagen, dass ich aktuell einen extrem guten Arzt an meiner Seite hat, der mich einbezieht und mit meinem medizinischen Wissensstand einbindet, wir können über Dinge diskutieren. Doch auch davor habe ich das Glück gehabt zwei Mal in meinem Leben Ärzte und nicht Mediziner an meiner Seite zu haben. Ein Glück, ein wahres Glück, welches nicht jedem erfährt
Mein Tipp: gibt der Arzt als Einziger in der Arzt-Patienten-Beziehung die Fahrtrichtung an: Augen auf und lieber mal den Onkel Doktor wechseln. Wird mal aktiv inkludiert und nicht nur reduziert, dann sollte man sich an diesem Arzt festklammer. Bei mir funktioniert dies mittlerweile trotz Arbeit mittlerweile selbst sogar per Telefon sehr gut. Also: wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!