Nach der ernüchternden Bilanz, welche der Jänner 2024 mit sich gebracht hat und gleich mehrere große Unternehmen und Konzerne in die Knie gedrängt und zu einem Insolvenzantrag gezwungen hat, steigt die Verunsicherung der Bevölkerung. Doch wo lohnt es sich 2024 anzulegen. Eine Prognose.

Nachdem sich 2023 eine wirtschaftliche Flaute breit gemacht hat und die Verbraucher bei Investitionen und allgemeinen Ausgaben eher zurückhaltend sind, die Inflation ebenfalls nicht zu stoppen war empfiehlt es sich sehr behutsam und äußerst bedacht anzulegen beziehungsweise zu investieren.
AKTIEN und EFTs
Wovon ich vorerst abraten würde oder nur sehr zart anlegen würde sind Aktien. Zur Zeit hadern die Zahlen großer Konzerne. Wie soll man in diesen Zeiten also bitte Vertrauen in Aktien dieser Konzerne haben. Auch Staatskonzerne haben teilweise Probleme und verzeichnen Einbußen. EFT‘s würde ich ebenfalls zeitgegenwärtig mit einer gewissen Vorsicht betrachten. Für Anleger sollte, wenn man schon an EFT‘s interessiert ist, klar sein, dass man nicht alles auf eine Karte setzt, sondern in verschiedenen Formen investiert.
IMMOBILIEN
Auch hier wäre ich aktuell noch zurückhaltend. Richtig ist zwar, dass die Immobilienpreise kontinuierlich steigen, allerdings zeitgleich durchboxen steigenden Leitzins auch die Belastung für den Eigentümer. Außerdem ist die genaue Entwicklung der Unterhalts- und Energiekosten nicht klar absehbar. Einer der Gründe sind die Konflikterde weltweit. Unter anderem im Nahen Osten, allerdings auch der Russland/Ukraine-Konflikt, hinzu kommt die angespannte Lage zwischen der USA und dem Iran.
FAHRZEUGKAUF
Es ist zeitgegenwärtig definitiv von Käufen im Bereich Fahrzeuge abzuraten, beziehungsweise zum Abwarten zu raten. Der Wertverfall und die immer neuen Gesetzesvorschläge der Europäischen Union mit Hinblick auf eine Energiewende und insbesondere auf Verbrennermotoren lässt mich mit einem gewissen Zweifel in Richtung der Automobilbranche blicken. Daher behutsam und bedacht, wenn es um den Autokauf geht. Ich würde tatsächlich eher zu einem Leasingvertrag raten. Fixes Kilometerpensum für den gewünschten Zeitraum, branchentypisch ist hier ein Jahr, zu einem passablen Preis aushandeln. Allerdings lohnt es sich auch hier vor dem Unterschreiben eines Vertrags zu vergleichen. Es bestehen teilweise große Unterschiede allein zwischen verschiedenen Händlern, noch größer die Unterschiede zwischen den verschiedenen Herstellern.
Hinzu kommt, dass auch Automobilzulieferer vermehrt über wirtschaftliche Probleme und zunehmende Konkurrenz, etwa aus Asien und Billiglohnländern, klagen. Die Zunahme von E-Fahrzeugen wirkt sich ebenfalls als zusehends problematisch aus. Und das im Land der Verbrenner, mit Konzernen wie Porsche, Mercedes, Audi, Opel und nicht zuletzt Volkswagen. Die Preise fallen für Verbrenner seit geraumer Zeit und machen eine wirtschaftlich interessante Branche einen Strich durch die Rechnung.
Doch wo dürfte es sich lohnen?
Eine in meinen Augen interessante Anlagemöglichkeit liegt im Edelmetall. Insbesondere im Preis. Vergleicht man die Zahlen der letzten Jahren und schaut sich das Verlaufsdiagramm an, so kann man zwar teilweise auch Verluste – im Gesamtjahresvergleich – finden, dennoch sind die Preise sehr stabil bis steigend. Als Beispiel dafür 2013 lag das Hoch bei 1692,84 Euro, mit einem Jahrestief bei 1195,57 Euro. Im Jahr 2023 lag das Hoch hingegen bei 2078,55 Euro und einem Tief im Gesamtjahresüberblick von 1809,85 Euro. Die größten Jahresschluss-Verluste waren über die zehn Jahre tatsächlich 2013 mit einem satten Minus von 27,34 Prozent, sowie zwei Jahre später, 2015, mit einem Minus von 10,45 Prozent zu verzeichnen. Im gleichen Zeitraum, zwischen 2013 und 2023 gab es allerdings ebenfalls mehrere Jahre mit einem Plus von mehr als zehn Prozent. Was die roten Zahlen über die Dauer in den Schatten stellt. Man sollte klar darüber nachdenken in Gold zu investieren, im selben Augenblick jedoch auch bedenken, dass die Anlage in Gold über einen langfristigen Zeitraum erfolgen sollte, um Gewinne zu erzielen. Auch mit dem Wissen, dass der Goldpreis im ersten Monat 2024 um 0,83 Verlust hatte, lässt dies keine negative Prognose über das restliche Jahr zu. Im Gegenteil, ich prognostiziere auf Grund der Konfliktherde weltweit ein deutliches Plus zum Jahresende. Die Zeit wird es zeigen.