Stau‘s und „Stop and Go‘s“ sind nicht nur lästig, sondern ein betriebswirtschaftlicher Grauen mit zum Teil erheblichen finanziellen Einbußen für Unternehmen und zugleich Mehrkosten für den Verbraucher.

Wer steht schon gerne im Stau?! Wohl niemand. Als ich noch nicht im Rollstuhl saß und selbst Autofahrer war, waren Stau‘s im Straßenverkehr für mich der blanke Wahnsinn. Ebenso, während meiner Selbstständigkeit, stand ein Laster im Stau, mussten die Gäste teilweise „dran glauben“. Und konnten zeitweise nicht wie gewünscht bedient werden. Doch wie teuer kommen Staus den Unternehmen zu?
Stau‘s bedeuten Stillstand. Nichts geht vor und nichts zurück. Doch wer leidet unter diesen Umständen? Nicht nur der Endverbraucher. Nein. Auch die Unternehmen, denn ein Stau bedeutet für Gewerbe ein finanzieller Verlust. Betriebswirtschaftlich ein Grauen. Die Zeit, in der der Fahrer im Stau steht bringt keinen Gewinn und damit dennoch verbunden Ausgaben, denn es handelt sich um Arbeitszeit. Und dies ohne Gewinn zu erwirtschaften.
Wie aus einer jüngst veröffentlichten Studie des Automobilclub ADAC hervorgeht, haben im Jahr 2023 Verkehrsteilnehmer um die 427‘000 Stunden im Stau verloren. Allein in Deutschland. Verkehrsexperte der ETH Zürich, Kay Axhausen, rechnet vor dass eine Stunde Stau in etwa zwischen 20 bis 32 Euro kosten. Dies bedeutet im Durchschnitt 26 Euro und macht eine Summe von circa 11‘102‘000 Euro aus. Also im Umkehrschluss über 11 Millionen Euro Verluste für die Wirtschaft, nur in Deutschland! Jährlich. Diese müssen natürlich auch gedeckelt und ausgeglichen werden, was dem Endverbraucher teuer zu Stande kommt.
Ein Schaden für den Endverbraucher, zugleich allerdings auch ein Schaden für die Umwelt aufgrund der erhöhten Schadstoffe. Ebenso sind es nicht nur Stau‘s, sondern auch die typischen „Stop and Go‘s“, die für Einbußen und ein erhebliches Mehraufkommen von Schadstoffbelastungen führt. Insbesondere dürfte sich die Belastung seit Corona vermehrt haben, zumal Lieferdienste, als auch der Onlineversand seitdem um ein wesentliches vermehrt haben.