„Würze“ selber herstellen

Viele Menschen schätzen eine gewisse Würze an Speisen. Gerade für Suppen dürfte wohl in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Flasche „MAGGI“ (c) (r) wohl auf kaum einem Esstisch fehlen. Allerdings auch für die verschiedensten Salate. Die dunkle Sauce ergänzt jede Suppe oder Salate um die für den jeweiligen Geschmack fehlende Würze. Das kleine Fläs‘chen, welches ich von Oma‘s Esstisch schon kenne, gab es auch in der großen Ausführung. Ich schwelge in Erinnerungen.

Doch nur wenige Menschen wissen, dass man die flüssige Würzsauce auch selber ganz einfach herstellen kann und somit auf die eigenen Belange und den eigenen Würzgrad eingehen kann. Daher möchte ich heute mal einen Beitrag als Koch veröffentlichen, um zu zeigen und zu erklären, wie einfach es sein kann.

Weil man ja nicht ständig neu anfangen möchte und die Sauce ja auch eine ganze Zeit haltbar ist, habe ich die Menge der Zutaten gleich auf zehn „Portionen“ ausgerechnet und hier angegeben. Für den ersten Versuch kann man allerdings die Daten auch auf eine Portion herunter rechnen, um herauszufinden, ob die Würze passt oder nicht. Das Rezept habe ich übrigens in einem älteren Kochbuch in einer Bücherei in Hamburg gefunden.

Für zehn Portionen würde ich folgende Menge der Zutaten empfehlen:

4,5kg Liebstöckel, 14 Bund Petersilie, 500g Salz, 1,45kg Zucker und wer die Farbe mag Soja—Sauce. So die Zutatenangabe aus dem Kochbuch. Ich nutze zusätzlich noch Pilze, sowie Selleriekraut, eine Zwiebel und Karotten.

Nun geht es vom Wochenmarkt ab in die Küche und von der Geldbörse an den Topf. Zubereitung: alle Zutaten gründlich waschen. Anschließend in feine Stücke schneiden, ich schneide beziehungsweise hacke wirklich sehr fein. Dann wandert alles, außer dem Zucker und der Sojasauce in einen Topf mit gut anderthalb Liter kochendem Wasser. Dort lasse ich bei mittlerer Flamme mindestens eine halbe Stunde aufköcheln. Eher eine Dreiviertel Stunde.

In der Zwischenzeit den Zucker bei niedriger Flamme karamellisieren. CAVE: der brennt schnell an, dann kann man den Prozess von vorn beginnen. (Wie man richtig karamellisiert erläutere ich in einem späteren beziehungsweise weiterem Beitrag.) Langsam karamellisiert unter ständigem Rühren mit in den Topf geben und nochmal gut fünf Minuten köcheln lassen. Dabei kann man gerne, ja vielmehr sollte man kurz vorher auf große Flamme gehen. So vermeidet man das „Klumpen“ des Sud.

Nun ein Küchensieb über einen Topf geben und langsam abfließen lassen. Die festen Bestandteile (Liebstöckel, Maggikraut, …) zart mit einem Kochlöffel ausstreichen, um die gesamte Flüssigkeit zu gewinnen.

Ist der gesamte Sud im Topf aufgefangen, die gewonnene Flüssigkeit bei mittlerer Flamme nochmals für fünf Minuten aufkochen und und anschließend in der Kühlung abkühlen lassen. Mit Trichtern in Flaschen der gewünschten Größe abfüllen.

Es ist nicht nur einfach und kreativ, man kann kleine – natürlich auch große Flaschen – als tolle selbstgemachte Geschenke nutzen. Es muss nicht immer der Likör oder die selbst gestrickten Strümpfe sein.

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