Wie sind „Tetra Pak‘s“ konzipiert?! Oder auch: eine Anleitung für die Nutzung von Tetra Pak‘s. Eigentlich handelt es sich dabei gar nicht um ursprünglichen Sinne bei den heute für viele flüssige Lebensmittel verwendeten Karton, sondern um ein 1951 gegründetes Unternehmen aus Schweden, welches ihren Firmenhauptsitz heute allerdings in der Schweiz hat.
Egal, ob Milch, Sahne, Fruchtsäfte und sonstige Flüssigkeiten findet man im Handel in diesen von innen mit einer Aluminiumschicht versehenden Verpackung. Doch wo ist die Besonderheit? Im eigentlichen natürlich erst einmal in der Form. Quadratisch oder rechteckig. Zweitens allerdings auch darin, ob mit oder ohne Schraubverschluss. Und hier kommt eine Besonderheit.

Viele Anwender nehmen die beliebte Verpackung mit Schraubverschluss her, Schrauben auf und wollen die Flüssigkeit in ein Gefäß geben. Und schon macht es „schwapp“ und die Hälfte des ersten „Schusses“ geht daneben. Doch warum? Die Erklärung findet man ganz simple und einfach in der Physik: versucht man die Flüssigkeit mit der Öffnung an der Verpackung nach unten einzufüllen hat man den Druck der gesamten Flüssigkeit im Tetra Pak gehen sich arbeiten.


Im Endeffekt lässt sich das Ganze grob gesagt auch mit dem „hydrostatischen Druck“ beschreiben, deren Formel nur so nebenbei bemerkt { P = pgh } ist. (P = hydrostatischer Druck; p = Dichte des Fluids; g = Beschleunigung aufgrund der Schwerkraft; h = Tiefe des Fluids) Als kleine Eselsbrücke: „Pech GeHabt“.
Um ein Tetra Pak mit Schraubverschluss ohne ein „Verschütten“ oder „Schwappen“ eingießen kann sollte die Öffnung also bis zum Verbrauch der ersten zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent mit der Öffnung nach oben verwendet werden. So fällt der Druck wesentlich geringer aus und die Wahrscheinlichkeit dass mehr Inhalt im gewünschten Gefäß landet zugleich wesentlich höher.

Um Tetra Paks ohne Schraubverschluss (meistens die bekannten Milch-Tetra Paks) besser und Verlustarmer eingießen zu können, empfiehlt es sich übrigens an der Oberseite nicht nur an einer Seite eine Öffnung zu schneiden, sondern an beiden Seiten eine Öffnung zu schneiden.