Deutsches Bruttoinlandsprodukt leidet 2023

Man könnte den Artikel auch unter die Überschrift: „Aus schwarz mach rot. Deutschland zaubert“, stellen. Heute am Montag, dem 15. Jänner 2024 teilte das Statistische Bundesamt die voraussichtlichen Zahlen für das Jahr 2023 mit. Das Bruttoinlandsprodukt (kurz BIP) ist ein für die Wirtschaft wichtiges Parameter, welches für den Arbeitnehmer und Endverbraucher genauso interessant und relevant ist wie für Arbeitgeber und Unternehmen … gerade im Bereich der Produktion. Diese gibt an, wie viele Dienstleistungen und Waren nach dem Abzug der als „Vorleistungen“ bezeichneten Materialien (…) innerhalb eines Wirtschaftsjahres einer Volkswirtschaft (als Endprodukt) „erwirtschaftet“ wurden. Diese Angabe ist für das Folgejahr für Prognosen der Wirtschaft interessant. Gleichzeitig allerdings auch ein interessantes Parameter für Banken. Im Jahr 2022 gab es sogar noch ein Plus von 1,8 Prozent.

Gründe für dieses Minus dürfte nicht zuletzt der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sein. Allerdings auch Aspekte hinsichtlich der weltweiten Konjunktur, die sich unweigerlich auf Deutschland auswirkt. Oder aber auch die Situation der steigenden Zinsen oder die ambivalent Inflationsrate. Es sind mehrere Faktoren, die die Wirtschaft im Endeffekt negativ treffen. Die geminderte Konjunktur zeigt sich besonders stark durch den verminderten Konsum der Endverbraucher. Allerdings nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten EU.

Dies war übrigens der Ausschlaggeber für die Erhöhung des Leitzins der Europäischen Zentralbank (kurz EZB), der Alfred Gusenbauer in einem Interview des ORF Ö1 die Schuld für die Pleite von Signa gab. (Ich berichtete darüber.) Es war die höchste Erhöhung des Leitzinses in der Geschichte der EZB.

Diese Veränderung und die Zahlen des heutigen Tages sind ein klarer Grund meiner Meinung nach, nochmals potentiellen Häuslebauern derzeit von diesem Plan abzuraten. Die Risiken sind zeitgegenwärtig einfach zu hoch.

Wenn man den Weltmarkt beobachtet, der auch weiterhin durch die anhaltende Krise zwischen Russland und der Ukraine sowie den Konflikten in Nahost beeinflusst und eingeschränkt ist, nicht zuletzt auf Grund der Angst von Konsumenten, bleibt davon auszugehen, dass das BIP auch dieses Jahr meiner Meinung nach maximal stagniert. Man bedenke nur, dass bereits im ersten Monat des ersten Quartals zwei große europäische Konzerne Konkurs angemeldet haben. Eher dürfte sich das BIP mit diesem Hintergrund nochmals im roten Bereich befinden. Dies ist allerdings nur meine Einschätzung.

Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten