In der WiWo ist am 13. Jänner 2024 ein Artikel unter dem Titel „Schuhhändler machen dicht, doch Deichmann wächst und wächst. Warum?“ Dort heißt es unter anderem: „[…] während viele Schuhhändler schließen, geht es Deichmann gut wie nie – vor allem dank Sneaker-Kette „Snipes“ unter Junior Samuel. […]“
Ja, DEICHMANN geht es tatsächlich so gut wie nie zuvor. Und das, obwohl es vor einigen Jahren gar nicht so rosig um den Konzern stand. Kleine Schuhhändler haben freilich zu kämpfen. Doch hier könnte man das alte Sprichwort zur Hand nehmen: „Wo Mist liegt, kommt noch mehr Mist hinzu“. Schaut man sich schließlich die Zahlen des Konzerns an, sieht man schnell, dass es recht gut um den Konzern steht und das tatsächlich nicht nur dank der wirtschaftlichen Bereicherung durch „Snipes“. Kleinere Unternehmen waren großen Konzernen wirtschaftlich schon immer unterlegen.
Aus rein wirtschaftlicher Sicht würde ich bei Deichmann tatsächlich darauf zielen und empfehlen einen besonderen Geschäftszweig und ja, diese Worte kommen aus meinem Mund, zu integrieren. Etwas, wie Deichmann Outdoor. Diesen Bereich bedient Deichmann zwar bereits, allerdings in meinen Augen unzureichend und definitiv ausbaufähig!
Warum allerdings gerade Deichmann in den letzten Quartalen immense Gewinne einfahren konnte liegt im Onlinehandel, den Deichmann tatsächlich schon seit langer Zeit betreibt. Kleine Schuhhändler hingegen nicht. Während Deichmann während der Corona-Zeit und dem damit verbundenen Lockdowns weiterhin Gewinne per Onlinehandel erzielen konnte, war dieser Zeitraum für kleinere Schuhhändler, wie auch für die Gastronomie, eine Zeitspanne des Totalausfalls, was sich jetzt spürbar macht. Ein kleiner Schuhhändler kann diesen finanziellen Totalausfall nicht so leicht kompensieren. Fast unmöglich. Deichmann, ein Konzern der in 31 Ländern präsent ist stemmt eine derartige Krise dank Onlinehandel leichter. Täglich werden werden x-tausende Schuhe veräußert, gehen über den Ladentisch. Bei einem kleinen Schuhhändler liegt die Zahl vielleicht bei drei bis zehn Paar. Die Gewinnspanne muss also derartig hoch sein, dass es unmöglich ist für den Endverbraucher interessant zu sein. Und das in einer Zeit der Insolvenzen, in der so oder so finanzielle Mittel beim kleinen Endverbraucher fehlen. Schlussendlich ein Teufelskreis. Deichmann ist einer der Konzerne, die klar durch Corona und die damit verbundenen Lockdowns profitiert haben. Wie auch andere deutsche Konzerne und Unternehmen. Da seien beispielsweise im Elektroniksektor klar Saturn und MediaMarkt anzuführen, oder auch viele Ketten, die über eine schon lange gut ausgebaute Onlinehandel-Infrastruktur verfügen, wie zum Beispiel der Onlinehändler Otto oder auch Zalando. Aus dem Weltmarkt dürfte man da wohl Amazon ganz klar vorne anführen.
Sieht man sich die Wirtschaft von Deichmann an, sieht man zudem eine klare Struktur. Ebenso der Webshop von Snipes bietet und präsentiert sich im klaren und strukturierten Bild, wie er bei vielen anderen Händlern nicht einmal ansatzweise vorzufinden ist. Alleine dieser Punkt bewegt Kunden dazu auf den Button „in den Warenkorb legen“ zu klicken. Und im Endeffekt durch eine problemlose Bestellabwicklung für Umsatz zu sorgen. Es sind viele Faktoren, die ein Unternehmen zum Erfolg führen. Manche sind auch so klein, dass man diese als eigentlich unscheinbar umschreiben könnte. Punkte, die das Shoppen leicht machen, zugleich dem Händler keine Mühe machen.
Summa summarum: ja, die Zahlen vom Deichmann sind kontinuierlich seit mehreren Quartalen in einer Konjunktur.