Warum kein Eigenheim? Warum keine Eigentumswohnung?

Die neuesten Zahlen zeigen: wir haben ein riesiges Problem steigende Zinsen. Steigende Inflation. Zugleich kein wirkliches Gegensteuern der Regierung und hinzu kommt ein Bruttoinlandsprodukt, welches um 0,3% abgesackt ist.

Die Glanzzeiten und strahlenden Zeiten, wie hier auf dem Bild, sind im Sektor der Immobilien längst vorbei! – (c) Hannes1991

Noch vor zwei oder drei Jahren hätte ich jedem dazu geraten in Eigentum zu investieren. Mittlerweile? Oha. Abstoßen und zur Miete wohnen kommt auf Dauern effektiver und wirtschaftlicher für den Inhaber, als der Besitz. Nur warum? Das größte Problem ist die aktuelle Situation hinsichtlich der EZB. Sehen wir uns das einmal an.

Als Einstieg: wie schon mehrfach erwähnt, der Leitzins ist letztes Jahr durch die EZB so sehr gesteigert wurden, wie nie zuvor in der Geschichte selbiger. Somit sind die Zinsen wesentlich erhöht wurden und um einen nicht unerheblichen Prozentsatz gestiegen. Dies hatte zur Folge, dass gerade beispielsweise Häuslebauer, die vor einigen Jahren noch, nur als Beispiel (!!!) für 100 Euro 5 Euro Zinsen zahlen mussten auf einmal 20 Euro Zinsen für die selbe Periode zahlen müssen. Ein schlechtes Omen, dem die Regierungen hätten entgegenwirken hätten müssen. Denn dies hatte zur Folge, dass es aufgrund dieser Tatsache zeitgleich zu Steuerausfällen kam, da der „kleine Mann“ sich diesen Zinssatz plötzlich nicht mehr leisten konnte beziehungsweise kann.

Zeitgleich kam es zu einer Inflation. Dies bedeutet, was gestern 100 Euro waren, sind heute nur noch 80 Euro (wieder nur als Beispiel). Und ja: so schnell geht das nicht, es ist ein schleichender Prozess. Außer in Kriegs- und extremen Krisenzeiten.

Da muss es schon die Immobilie mit gewissen Vorzügen sein. Lage, Epoche, … – (c) Hannes1991

Nun vergleicht man: früher zahlte man für 100 Euro, 5 Euro Zinsen. Auf einmal 20 Euro. Dies bedeutet schon einmal ein Minus von 15 Euro. Allerdings kommt auch noch die Inflation hinzu, wo vom 100 Euro nur noch 80 Euro bleiben. Dies bedeutet auf 100 Euro sehen auf einmal ein Minus von schlappen 35 Euro. Wo man früher noch 95 Euro hatte, hat man plötzlich nur noch 65 Euro. Ein krasses und überspitztes Beispiel zur Darstellung, im Endeffekt allerdings genau das, was sich im Kleinen darstellt. Beachtet man nun noch den Rückgang des Bruttoinlandsproduktes sowie die Preissteigerung im Sektor der Lebensmittel und der Dinge des täglichen Lebens, verfällt der Wert des Geldes.

Jetzt werden viele kommen und mir vorwerfen, dass der Wert einer Immobilie nicht verfällt. Erstens falsch und zweitens falsch. Zum ersten: der Wert verfällt wohl! Denn wenn die Immobilie nicht ständig „in Schuss“ gehalten wird, verfällt der Wert. Allerdings steigen auch diesbezüglich die Kosten zusehends. Zum zweiten falsch: als Inhaber habe ich Kosten zu tragen. Neben den Energie- und allgemeinen Nebenkosten fallen Steuern an. Dies mindert über doe Zeit gesehen indirekt den Wert. Grund: es sind Ausgaben für die ich keinen Gegenwert erhalte und den ich jährlich als Saldo gegen rechnen muss. Je nach Wert der Immobilie (gegebenenfalls inklusive Grundstück) sind dies beträchtliche Summen, die ich im Falle eines Verkaufs dem Käufer nur indirekt im den Kaufpreis mit einfließen lassen kann. Wenn überhaupt. Außerdem sei zu beachten, dass aktuell die Kosten der Nebenkosten (Strom, Wasser, ….) dermaßen hoch sind, dass sie eigentlich – meines Erachtens nach – Wucher entsprechen. Schaut man sich die Preise der Vergleichsportale an, dann sieht die Welt wie ein rosaroter Ponnyhof mit lila Schwinchen und gelben Einhörnern aus. Bei weitem trifft genau dies nicht zu. Klickt man mal eine Seite weiter, beziehungsweise liest das Kleingedruckte fängt man an Fingernägel zu kauen. Also ich nicht. Nur es wird dem Endverbraucher etwas vorgegaukelt.

Aus meiner Sicht ist im Moment eine Reaktion der Börsen und der Wirtschaft abzuwarten. Hätte ich Eigentum, ich würde ihn teilweise abstoßen. Tut mir leid, nur jetzt ist noch eine Spanne. Aufgrund derEntwicklung Inflation (der Wert der Immobilie verfällt drastisch), in Kombination steigender Zinsen (niemand kann sich noch Zinsen, geschweige denn Immobilien) leisten, werden die Zeiten auf dem Immobilienmarkt noch schwerer! Zumal die Prognosen der letzten zwei Jahre nicht auf ein zeitnah kommendes Wirtschaftswunder hinweisen.

Eine Entspannung sehe ich erst dann, wenn sich die europäische Wirtschaft und der Weltwirtschaftusmarkt entspannt haben. Nur beides sehe ich derzeit nicht einmal ansatzweise. Dafür stehen aktuell noch viel zu viele Diskussions- und Streitpunkte, Konflikte sowie Spät- und Langzeitfolgen der Corona-Pandemie mehr oder minder offen im Raum.

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