First ask, than touch!
Die Hilfsbereitschaft ist groß. Wenn du im Rollstuhl bist, will dir jeder helfen. Es gibt allerdings eine wichtige Regel dafür:
„Erst fragen, dann anfassen“!!!
Ich erlebe es bei den „Stiefelmenschen“ täglich, dass mir jemand helfen will. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Man darf nicht vergessen, dass man als „Kloppie“ seine eigenen Techniken trainiert und inne hat. Und sind es nur die kleinsten Absätze oder Stufen.
Kommt da auf einmal von irgendwo eine ungewohnte Kraft, ein Schub oder irgendeine Energie verfällt man – ich – in eine Art Panik. Es ist nicht böse gemeint, wenn man ablehnt! Es liegt in der Natur und dass man das Gefühl der Hilflosigkeit bekommt. Man verliert das Gefühl der eigenen, der selbstkontrollierbaren Kraft. Der Verlust des eigenen Handelns. Und man sollte nicht vergessen, dass es nicht ganz ungefährlich ist. Ich habe die Finger zwischen Treibreifen und Speiche. Ich kann mir locker die Knochen brechen. Dazu kommt, dass Menschen, die „normal“ gehen können sich dies vorstellen können. Es ist vielleicht am besten damit zu vergleichen, als würde man dich am Schopfe packen und dich in eine Richtung drücken, die für dich unwegsam ist.
Deshalb bitte immer erst fragen, ob man helfen kann und auch ein „nein“ akzeptieren! Es muss nicht böse gemeint sein, hängt allerdings mit Respekt und andererseits beim Rollifahrer mit Selbstbestimmung zusammen.